Biogasanlage

Im August 2000 haben wir mit dem Bau einer Biogasanlage begonnen. Sie bestand zunächst aus einem 14m langen, ehemaligen Hochdruckgasbehälter mit 120 m3 Inhalt, dem sogenannten Euco und einem runden Betonfermenter mit 380 m3 Volumen. Zu der Zeit hatten wir noch Rindviehhaltung. Rindergülle und Mais- und Grassilage wurden in der Anlage auf 38°C erhitzt und vergoren.

 

Im März 2004 wurde mit dem Erweiterungsbau begonnen. Es entstanden 2 neue Fermenter, jeweils mit 14 m Durchmesser und 6 m Höhe.

Das ergibt ein Volumen von jeweils ca. 950 m3.

Aufgrund einer im Jahr 2004 erteilten Genehmigung, durften seit dieser Zeit auch Cofermente, wie z.B überlagerte Lebensmittel, Produktionsabfälle aus der Lebensmittelherstellung, Fehlproduktionen, Fette, etc. eingesetzt werden.

 

 

Im Jahr 2007 haben wir einen weiteren Behälter als Endproduktlager gebaut. Dorthin gelangt das vergorene Endprodukt aus allen Fermentern. 

Als Abfallstoffe zum Einsatz kamen, wurde der gesamten Stoffstrom zuvor in einer Hygienisierungsanlage eine Stunde auf mindestens 70° C erhitzt.

Seit Herbst 2011 werden Cofermente nicht mehr ausreichend zu angemessenen Konditionen angeboten, so dass die Biogasanlage auf nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) umgestellt wurde.    

 

In diesem Nachgärer können 2400 m3 Substrat gelagert werden, bevor das Endprodukt dann als Düngemittel auf die landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht wird.

Unsere Biogasanlage ist Mitglied in der Gütegemeinschaft Gärprodukte e.V.

Durch diese freiwillige Überwachung wird das Endprodukt regelmäßig auf Inhaltsstoffe untersucht damit sichergestellt wird, dass keine umweltbelastenden Stoffe auf den Acker gelangen.

 

Das in allen Fermentern erzeugte Biomethangas mit einem Methangehalt von ca. 53% wird in einer Gasblase gesammelt und über Gasleitungen zum Blockheizkraftwerk (BHKW) geführt.

Das BHKW verbraucht bei voller Leistung

160 m3 Gas/Stunde und hat eine elektrische Leistung von 350 Kilowatt/Stunde und eine Wärmeleistung von bis zu 260 Kilowatt/Stunde.

 

Um diese Gasmenge zu erzeugen werden täglich 15 to Mais- oder Grassilage benötigt.  

 

Der Strom wird in das Netz der SVO (Stromversorgung Osthannover) eingespeist und an diese verkauft.

Die Wärme wird zum Beheizen der Biogasfermenter, zwecks Erwärmung des Substrats auf "Methanbakterien-Wohlfühltemperatur" von ca. 40°C, für die Hygienisierung, zum Beheizen des Wohnhauses und für Trocknungszwecke genutzt.

 

             Für weitere Informationen können Sie gerne Kontakt mit uns aufnehmen.